Impfungen mit verträglichen und modernen Impfstoffen



Schutzimpfungen ...  am besten nach der Impfempfehlung der STIKO

Die bundesweiten Impfempfehlungen werden von der Ständigen Impfkommission (STIKO) ausgesprochen, einer unabhängigen Kommission von Fachleuten. Der Nutzen der Impfungen wird jeweils nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen sorgfältig den Risiken gegenübergestellt und beurteilt. Die empfohlenen Impfungen richten sich nur gegen solche Krankheiten, die schwer verlaufen können und nicht immer folgenlos ausheilen.

Die Kosten der von der STIKO empfohlenen Impfungen werden immer aufgrund der positiven Beurteilung der Experten von allen Krankenkassen übernommen. Die Teilnahme der Kinder an den Impfungen ist aber immer freiwillig, die Entscheidung liegt bei den Eltern.

 

Wir sehen Schutzimpfungen als ein wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge an. Wir beraten Sie über Wirkungen, mögliche Nebenwirkungen und seltene Komplikationen. Gemeinsam mit Ihnen legen wir dann das für Ihr Kind optimale Impfschema fest. Gegen viele der Krankheiten ist heute ein wirksamer und zuverlässiger Impfschutz erhältlich. Wir verwenden ausschließlich gut verträgliche hochmoderne Impfstoffe, deren Wirksamkeit und Sicherheit in zahlreichen Studien überprüft wurde.

 

Das Praxisteam behandelt das Thema Impfen mit äußerster Sorgfalt, alle Mitarbeiter besuchen regelmäßig Fortbildungen und haben sich zu Impfassistenten ausbilden lassen. Falls Sie noch Zweifel haben, ob Sie Ihr Kind impfen lassen wollen oder nicht, sprechen Sie uns gerne an, wir nehmen uns die Zeit für ein ausführliches Beratungsgespräch.



Funktionsweise von Impfungen ... Grundlagen der Impfmechanismen

Immer wieder werden wir mit Missverständnissen zu den Grundprinzipien von Impfungen konfrontiert. Im Folgenden möchten wir Ihnen die wichtigsten Zusammenhänge verständlich erklären.

Was ist das Grundprinzip einer Impfung?
Impfungen zeigen dem Immunsystem einzelne, klar definierte Oberflächenstrukturen (Antigene) eines Erregers, gewissermaßen die „Schlüsselmerkmale“, die für dessen Erkennung entscheidend sind. Das Immunsystem kann dadurch gezielt Antikörper und Abwehrzellen aufbauen, ohne dass das Kind die echte Erkrankung durchmachen muss. Diese Vorbereitung verschafft dem Körper später einen deutlichen Zeitvorteil: Wenn der tatsächliche Erreger in den Körper gelangt, erkennt das Immunsystem ihn sofort und kann ihn schnell und hochspezifisch abwehren.

Warum sind moderne Impfstoffe besonders schonend?
Moderne Impfstoffe enthalten heute nur noch sehr wenige Antigene. Vor 20 Jahren bestanden Impfstoffe aus deutlich mehr Strukturen, weil man noch nicht sicher wusste, welche Proteine für die Schutzwirkung entscheidend sind. Durch moderne Forschung kennt man die relevanten Oberflächenmerkmale heute sehr genau. Dadurch sind Impfstoffe „sanft“ geworden: Sie führen zu weniger Fieber und weniger Komfortverlust für Kinder, bei gleichzeitig starker Schutzwirkung.

Warum sind Kombinationsimpfstoffe sinnvoll?
Kombinationsimpfstoffe vermitteln dem Immunsystem mehrere dieser Schlüsselstrukturen gleichzeitig. Dabei wird nicht „gegen viele Erkrankungen auf einmal“ gekämpft, sondern lediglich eine sehr kleine Auswahl definierter Merkmale gezeigt, die später eine schnelle Erkennung ermöglichen. Das Immunsystem wird dadurch nicht zwingend stärker herausgefordert als bei einer Einzelimpfung.

Was ist der Unterschied zur echten Infektion?
Bei einer echten Infektion, auch bei einem einfachen Atemwegsinfekt, gelangen mit den Erregern sehr viele unterschiedliche Erreger-Proteine in den Organismus, das bedeutet hunderte bis tausende immunologisch erkennbare Antigene, die das Immunsystem gleichzeitig verarbeiten muss. Dadurch entsteht oft ein ausgeprägtes und länger anhaltendes Fieber, das Kinder über mehrere Tage herausfordert. Im Vergleich dazu enthält eine Impfung nur sehr wenige ausgewählte Schlüsselstrukturen der Erreger. Deshalb ist die Immunbelastung bei einer Impfung, auch bei einer Kombinationsimpfung, um ein vielfaches geringer als bei einer banalen Infektion. Wenn überhaupt Fieber auftritt, was nur bei einem kleinen Teil der Impflinge vorkommt, hält es typischerweise nur kurz an (Stunden). Eine Impfung ist also ein kontrolliertes und gezieltes Immuntraining und im Vergleich zur echten Erkrankung immer die deutlich weniger belastende Option.

Falls Sie noch Fragen haben oder sich noch nicht ausreichend informiert fühlen, besuchen Sie www.impfen-info.de oder kontaktieren Sie uns jederzeit per Telefon oder per Mail unter [email protected].



Abweichung vom STIKO-Schema ... durch verzögerten Impfstart

Immer wieder wird der Wunsch nach einem verzögerten Beginn der empfohlenen Impfungen nach dem Impfkalender der Ständigen Impfkommission (STIKO) geäußert.

 

Im Folgenden möchten wir Ihnen unsere medizinische Einschätzung, die bekannten Risiken sowie den Hintergrund unserer Beratung transparent darstellen.

 

Was bedeutet ein verzögerter Impfstart?

Ein verzögerter Impfstart bedeutet, dass die von der STIKO empfohlenen Impfungen grundsätzlich durchgeführt werden sollen, jedoch nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt beginnen. Ziel ist in der Regel weiterhin eine möglichst vollständige Umsetzung des STIKO-Schemas, soweit dies medizinisch noch sinnvoll und möglich ist.

 

Warum wünschen sich Familien einen verzögerten Impfstart?

Häufig genannte Gründe sind die Sorge vor einer Überforderung des kindlichen Immunsystems, die Annahme, ein späterer Impfstart sei sicherer oder schonender. Diese Annahmen entsprechen jedoch nicht der wissenschaftlichen Datenlage.

 

Beginn der Impfungen nach dem STIKO Schema

Der empfohlene Impfstart hat einen klaren Grund, denn Säuglinge haben ein besonders hohes Risiko für schwere Verläufe impfpräventabler Erkrankungen. Hierzu zählen insb. Pertussis, Meningokokken-B, Pneumokokken, und Rotavirus-Infektionen. Komplikationen, Krankenhausaufenthalte oder bleibende Schäden treten in diesem Alter deutlich häufiger auf als bei älteren Kindern. Die unterlassene zeitgerechte Impfung stellt rein rational und wissenschaftlich das ungleich höhere Risiko für die Gesundheit Ihres Kindes dar, als die Wahrscheinlichkeit einer sehr seltenen Impfkomplikation.

 

Das Dilemma der relativen Risikoabwägung

Zwei exemplarische Beispielrechnungen soll relative Risiken erkennbar machen. Sie vergleicht Erkrankungsfälle im Säuglingsalter (pro 1.000.000 Säuglinge und Jahr) mit seltenen schweren Impfereignissen (pro 1.000.000 Impfdosen). Wichtig: Es handelt sich um eine vereinfachte Gegenüberstellung mit unterschiedlichen Nennern (Erkrankung pro Jahr vs. Impfkomplikation). Das relative Risiko eine Impfkomplikation zu erleiden liegt in Deutschland bei ca. 1-3/1.000.000 Impfdosen. Dem Impfrisiko soll hier das relative Risiko einer impfpräventablen Erkrankungen im ersten Lebensjahr gegenübergestellt werden. Die Wahrscheinlichkeit 2024 im Säuglingsalter an Pertussis (Keuchhusten) zu erkranken lag bei ca. 1200/1.000.000 Säuglinge. Daraus ergibt sich eine Risikoratio für Pertussis ca. 500-1000 : 1 für die Impfung im ersten Lebensjahr. Die Wahrscheinlichkeit im Säuglingsalter an der sehr seltenen aber häufig schwer verlaufenden Meningokokken B Infektion zu erkranken liegt bei ca. 30 / 1.000.000 Säuglinge. Daraus ergibt sich eine Risikoratio für MenB von ca. 10-30:1 für die Impfung. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass schwere Impfreaktionen in der Regel medizinisch deutlich besser beherrschbar sind als schwere Verläufe impfpräventabler Erkrankungen. Außerdem muss noch beachtet werden, dass moderne Kombinationsimpfstoffe, mit einer einzelnen Impfung, gleichzeitig mehrere Krankheitsrisiken deutlich reduzieren. Insgesamt verschiebt sich die Risiko-Nutzen-Abwägung einer zeitgerechten Säuglingsimpfung damit klar und eindeutig zugunsten des Nutzens der Impfungen.


Falls Sie noch Fragen haben oder sich noch nicht ausreichend informiert fühlen, besuchen Sie www.impfen-info.de oder kontaktieren Sie uns jederzeit per Telefon oder per Mail unter [email protected].



Abweichung vom STIKO-Schema ... durch Verzicht auf Impfziele

Immer wieder wird der Wunsch geäußert, die Impfungen Ihres Kindes grundsätzlich zeitgerecht durchzuführen, jedoch auf einzelne Impfungen bzw. Impfziele zu verzichten. Im Folgenden möchten wir Ihnen unsere medizinische Einschätzung, die bekannten Risiken sowie den Hintergrund unserer Beratung transparent darstellen.

Was bedeutet das Auslassen einzelner Impfziele?
Das Auslassen einzelner Impfziele bedeutet, dass bestimmte Impfungen bewusst nicht durchgeführt werden, obwohl sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für das jeweilige Alter empfohlen werden. Die STIKO-Empfehlungen beruhen auf umfangreichen wissenschaftlichen Bewertungen. Für jede einzelne Impfung werden Nutzen und Risiken separat geprüft. Eine Empfehlung erfolgt nur dann, wenn der Nutzen der Impfung das Risiko der Impfung deutlich überwiegt.

Warum wünschen sich Familien das Auslassen einzelner Impfungen?
Häufig genannte Gründe sind die Einschätzung, dass bestimmte Erkrankungen selten oder harmlos seien oder Sorgen vor Nebenwirkungen einzelner Impfstoffe. Diese Überlegungen sind prinzipiell nachvollziehbar, entsprechen jedoch häufig nicht der medizinischen Risikoabschätzung, die den STIKO-Empfehlungen zugrunde liegt.

Medizinische Bewertung aus kinderärztlicher Sicht
Jede STIKO-empfohlene Impfung wurde separat daraufhin bewertet wie häufig die jeweilige Erkrankung auftritt, wie schwer typische Krankheitsverläufe sind, welche Komplikationen oder Folgeschäden auftreten können und wie sicher und wirksam der jeweilige Impfstoff ist. Das Risiko der Erkrankung ist immer deutlich höher als das Risiko der Impfung.

Beispiele häufiger aus Elternperspektive angezweifelter Impfziele:

- Rotavirus: sehr hohes Risiko für schwere Durchfallerkrankungen und Krankenhausaufenthalte im Säuglingsalter
- Meningokokken-B: seltene, aber lebensbedrohliche invasive Infektionen mit hoher Komplikationsrate
- Varizellen: meist milde Erkrankung, jedoch relevante Komplikationsrate insbesondere bei Jugendlichen
- Hepatitis-B: häufig milde Infektion im Kindesalter, aber hohes Risiko für chronische Verläufe

Das Dilemma der Risikoabwägung
Eltern stehen häufig vor der Entscheidung zwischen dem sehr seltenen Risiko einer Impfreaktion und dem Risiko einer Erkrankung, die durch die Impfung vermeidbar wäre. Dabei wird das Risiko der Erkrankung oft unterschätzt, da viele impfpräventable Erkrankungen durch hohe Impfquoten heute seltener auftreten. Die Seltenheit vieler Erkrankungen ist eine Folge der Impfung nicht ein Argument gegen sie. Das bewusste Auslassen einzelner Impfziele führt zu einer individuellen Impflücke und erhöht das Erkrankungsrisiko Ihres Kindes messbar.


Falls Sie noch Fragen haben oder sich noch nicht ausreichend informiert fühlen, besuchen Sie www.impfen-info.de oder kontaktieren Sie uns jederzeit per Telefon oder per Mail unter [email protected].



Impfung der Eltern ... auf Wunsch im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung

Als Impfpraxis können wir alle Familienmitglieder unabhängig vom Versicherungsstatus und Alter impfen.

Eltern dürfen gerne ihren Impfausweis zum Vorsorgetermin Ihres Kindes mitbringen,  wir werden den Impfstatus umgehend kontrollieren und im Bedarfsfall nötige Auffrischungsimpfungen der Eltern durchführen.



Gute Informationen im Internet ... Vorsicht ist geboten

Informationsangebote im Internet können in vielen Fragstellungen rund um das Thema Gesundheit eine gute Hilfe zur Entscheidungsfindung sein. Leider ist insbesondere im Falle der Impfentscheidung im Internet große Vorsicht geboten. Bei vielen Informationsportalen und Foren handelt es sich nicht um - wie allermeist dort behauptet - unabhängige und wissenschaftliche Informationsquellen, sondern um unseriöse Anbieter, die aus verschiedensten Motiven falsche und irreführende Informationen verbreiten.

 

Die Entscheidung über Impfungen des Kindes liegt in Deutschland bei den sorgeberechtigten Eltern und das halte ich auch für richtig.

 

Als ihr betreuender Kinder- und Jugendmediziner sehe ich es als meine Aufgabe, Sie in dieser Entscheidungsfindung zu unterstützen und Ihnen die Möglichkeit zu geben, sich neutral und sachlich zu informieren.

 

Als sehr gute Informationsquelle zum Thema Impfungen möchte ich insbesondere das Infoportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter dem Link: www.impfen-info.de empfehlen.

 

Hier finden Sie unabhängige und wissenschaftlich fundierte Informationen zu den Krankheiten, Impfungen und Impfstoffen und zudem viele gute Verlinkungen zu weiterführenden Informationsportalen rund um das Thema Kindergesundheit.

 

Natürlich können Sie mich auch jederzeit zum Themenfeld Impfen ansprechen und offene Fragen im persönlichen Gespräch klären.



Reiseimpfungen ... sprechen Sie uns an

Neben den Standardimpfungen informieren wir sie auf Wunsch auch zu Indikationsimpfungen und Reiseimpfungen. Wir erstellen nach Ihren Angaben individuelle Reiseimpfpläne für jedes Familienmitglied.

 

Viele gesetzliche Krankenversicherungen haben Reiseschutzimpfungen für private Auslandsreisen ganz oder anteilig in ihre Satzungen aufgenommen, sodass sie als freiwillige Satzungsleistungen erstattungsfähig sind. Bitte informieren Sie sich im Vorfeld der Reiseimpfung bei Ihrer Krankenkasse über die einzelnen Erstattungsregeln und den genauen Erstattungsumfang.



Impfleistungen der Praxis im Detail:

    • Umsetzung aller nach STIKO empfohlenen Impfungen
    • Auf Wunsch, Planung und Umsetzung individualisierter Impfschemata
    • Impfung aller Altersklassen und Kostenträger
    • Planung und Umsetzung aller Reiseimpfungen (außer Gelbfieberimpfung)
    • Impfung sind gegen folgende Krankheiten möglich:
    • Cholera
    • Diphtherie
    • Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
    • Haemophilus influenzae Typ b (Hib)
    • Hepatitis A
    • Hepatitis B
    • Humane Papillomviren (HPV)
    • Influenza (saisonale Grippe)
    • Masern
    • Meningokokken C / B / ACWY
    • Mumps
    • Pertussis
    • Pneumokokken
    • Poliomyelitis
    • Röteln
    • Rotaviren
    • Tetanus
    • Tollwut
    • Tuberkulose
    • Varizellen
    • Zoster (Herpes Zoster, Gürtelrose)